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Stachelschützen Bundschuh

Der Verein „Stachelschützen Bundschuh“ wurde 1977 auf Initiative von Werner Dürnberger gegründet. Bald darauf wurde in Bundschuh, Gemeinde Thomatal im Lungau, ein Schieß= stand mit sieben Ständen errichtet.Heute zählt der Verein etwas über 100 Mitglieder, die nicht nur aus Thomatal bzw. aus dem Lungau kommen.

Der Name „Stachelschützen“ leitet sich vom verwendeten Geschoß ab. Es besteht aus einem hölzernen Schaft mit einer massiven Stahlspitze und wird als „Stachel“ bezeichnet.

 

Die Existenz der Armbrust, die im Prinzip aus einem starken Holzschaft und Holzbogen mit einer Schnur besteht, ist bereits in vor= christlicher Zeit nachgewiesen und spielte bis ins 14. Jahrhundert als standesgemäße Waffe des Rittertums eine bedeutende Rolle. Erst durch die Erfindung des Schwarzpulvers verlor die Armbrust immer mehr an Bedeutung.

 

Die Stachelschützen Bundschuh haben sich zur Aufgabe gemacht, traditionelles Brauchtum mit den Prinzipien der Schützen über das gemeinschaftliche Schießen mit der Armbrust zu verbinden.

 

Schießveranstaltungen werden zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel Geburtstage, Hochzeiten, Sonnenwende, Klassentreffen uvm., abgehalten. Beim Vogelscheiben= schießen  jeweils im Frühjahr, beim Kugel= mühlschießen, Ruperti- und Kletzenbrot= schießen treffen sich die Mitglieder der verschiedenen Salzburger Armbrustschützen= vereine beim jeweiligen Gastgeberverein.

 

Für viele dieser Schießen malte der 2002 verstorbene Gründungsobmann und Ehren= oberschützenmeister der Stachelschützen Bundschuh, Werner Dürnberger und heute seine Tochter Ricki kunstvoll gestaltete Ehrenscheiben, von denen bereits eine große Zahl die Schießstände ziert.

 

Bei Ausrückungen kleiden sich die Schützen mit der historischen Lungauer Werktagstracht, die Marketenderinnen mit der Sonntagstracht. Vor Ihnen marschiert der „Zieler“, gekleidet als Salzburger Hanswurscht, flankiert von „Sauschneider“ und „Krautschneider“, die die historischen Gewerbe verkörpern, die aus= zuüben der Hanswurscht nicht fähig gewesen sein soll. Das beschreibt am besten sein Ausspruch, der vom Thomataler Pfarrer und Schützenkurat Valentin Pfeifenberger, „Gottes ungezähmter Sohn“ und „Bischof vom Lungau“ folgendermaßen aufgeschrieben worden ist: „Dös Sauschneid’n und Krautschneid’n ho i nit dalernt, dös is von mein Genius vü z’weit entfernt ! Drum geh i auf’s Theater und spiel die Beata, hips di, hidi, heidi oh !“

Die Fahne der Stachelschützen Bundschuh wurde von Werner Dürnberger entworfen und in unzähligen Stunden von den Fahnenpatinnen aufwendig und kunstvoll angefertigt.

 

Obmann:
Ing. Peter Moser
Oberschützenmeister:
Paul Festini
Schützenmeister:
Gottfried Gappmayr
Kassier:
Stefan Ferner
Schriftführer:
Leonhard Gautsch
Archivar:
Werner Winkler
Fähnrich:
Leitner Leonhard

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